18. März 2010 – Metropolis-Kino
19.00 Polizeirevier Davidswache
BRD 1964, Jürgen Roland 101 min. Mit Wolfgang Kieling, Hannelore Schroth, Günther Ungeheuer
„Alltag im Polizeirevier Davidswache auf St. Pauli, Hamburg. Und ein ganz normaler Alltag dort sieht für Hauptwachtmeister Glanz so aus: Diebstahl, Einbruch, Totschlag, Körperverletzung … und an diesem Abend will er seine Tochter Lilo, die er schon lange nicht mehr gesehen hat, vom Bahnhof abholen. Doch an diesem Tag wird auch Bruno aus dem Gefängnis entlassen, ein brutaler Gangster, den Glanz vor Jahren selbst zur Strecke und hinter Gittern gebracht hatte. Ein Klassiker des deutschen Polizeifilms in einem bewusst realistisch gehaltenen Reportagestil.“ (filmportal.de)
21.15 Mau Mau
D 1992, Uwe Schrader 92 min. Mit Marlen Diekhoff, Catrin Striebeck, Myriam Mézières
Mitten im Kiez liegt das MAU MAU. Wenn in der Stadt die Lichter ausgehen, dann geht es im MAU MAU erst richtig los. Es wird gestrippt, gekuppelt und geneppt, krumme Geschäfte werden über die Bühne gebracht. Manchmal ist man sich sehr einig und manchmal fliegen die Fetzen. Es wird gefeiert und geheult. In dieser Welt von Gestrandeten, Gestrauchelten und Wiederauferstandenen folgt der Film den Lebenslinien von Inge und Heinz, von Rosa und Doris und von Ferdi und Ali auf ihrer Suche nach Liebe, Glück und Leben.
19. März 2010 - Metropolis-Kino
17.00 Uhr Hab’ ich nur deine Liebe
D 1989, Peter Kern 98 min. Mit Christa Berndl, Tilo Prückner, Ankie Beilke-Lau
Die Welt der Technik trifft auf die Welt der Künste. Michael Seebisch ist eine moderne Ärmelschoner-Existenz. Er kann nur mit Computern und ist im Büro verkümmert. Da läuft ihm Grete vors Auto. Sie versteht nichts von Computern, spricht nicht und kann nur singen. Hier Tastengeklapper, da der Schmelz der Opernstimme. Da schmilzt Seebisch, peu à peu, dahin. Sie richtet sich bei ihm ein und bringt ihn zu zärtlichen Reaktionen. Eine faszinierende Frau ohne Vergangenheit, deren Geheimnis man nicht erfährt. Aber durch gegenseitige Neugier entsteht mitten im angepassten Leben eine Liebesaffäre von höchster Theatralik: Hab' ich nur deine Liebe, deine Treue brauch' ich nicht. „Dass ausgerechnet eine so gestandene Schauspielerin wie Christa Berndl diese weibliche Schimäre spielt, hebt diesen Film noch höher hinaus. Im Grunde: eine Ode an das Schicksal, brutal, sentimental und abgehoben.“ (hs/Filmarchiv Austria)
19.00 Uhr Das Glück läuft hinterher
BRD 1963, Peter Beauvais 90 min. Mit Katrin Schaake, Werner Bruhns, Dirk Dautzenberg
Mitten am Tag wird in einem Postamt eine krokodillederne Handtasche gestohlen. Ihr Inhalt hält, was sie verspricht. Ein paar Tausend Mark Bargeld sind die Beute. Aber der Amateurdieb fühlt sich beobachtet, er hat Angst und wirft die Tasche in einen parkenden offenen Wagen. Ehe er sie wieder dort herausangeln kann, steigt ein Pärchen ein und braust davon. Natürlich finden sie die Tasche: Die Geschichte beginnt. Im Nu sind ein Dutzend Schicksale in sie verwickelt, bis sich zum Schluss herausstellt: Fortuna muss man nicht hinterherjagen - "das Glück läuft hinterher".
21.15 Uhr Supermarkt
BRD 1973, Roland Klick 80 min. Mit Charly Wierzejewski, Walter Kohut, Eva Mattes, Michael Degen
Da ist einer auf der Flucht, die ganze Zeit und kann seinem Leben doch nicht entkommen. Ein Kleinkrimineller auf der Suche nach Halt, den er nicht bekommt. Am Ende der Überfall und das große Geld. Und an seinen Fersen klebt die bewegte Handkamera von Jost Vacano (DAS BOOT).
20. März 2010 - Metropolis-Kino
17.00 Uhr Die Eingeschlossenen von Altona DF
I Sequestrati di Altona/Les séquestrés d’Altona
F/I 1962, Vittorio De Sica 114 min. Mit Maximilian Schell, Sophia Loren, Frederic March, Robert Wagner
Der innere Verfall einer Hamburger Großindustriellenfamilie vor dem Hintergrund der unbewältigten deutschen Vergangenheit: Franz, der Sohn des Hauses (gespielt von Maximilian Schell), verlässt seit seiner Rückkehr aus dem Krieg sein Zimmer nicht mehr und empfängt nur seine Schwester Leni, mit der er ein inzestuöses Verhältnis hat ... Les séquestrés d'Altona verdanken ihre Entstehung dem Plan Sartres, das Thema Algerien zu dramatisieren. Sartre verlegte die Handlung nach Deutschland, ohne damit den Appell an das französische Gewissen abzuschwächen.
19.00 Uhr Der Arzt von St. Pauli
BRD 1968, Rolf Olsen 101 min. Mit Curt Jürgens, Dieter Borsche, Horst Naumann
Kein Gott in Weiß, sondern ein Retter in der Not. Im Wartezimmer von Dr. Jan Diffring geben sich Huren, Zuhälter und St.-Pauli-Ganoven die Klinke in die Hand. Jans Bruder Klaus ist anders: Der geldgeile Mediziner erpresst zur Abtreibung gezwungene Frauen und schickt sie später auf den Strich… Klischee ahoi: Hier wartet ein echter Nostalgietrip über die Reeperbahn!
21.00 Uhr Harrys Comeback „Letzter Puff vor Helgoland“
D 2010, Torsten Stegmann 75 min.
Erwartungsgemäß kreist die Geschichte um die Hansestadt. Torsten Stegmann wirft einen filmischen Blick auf St. Pauli, den Kiez und Harry, eine gescheiterte Kiezgröße, die Hamburg den Rücken gekehrt hat. Doch das Leben hat Anderes mit Harry vor, und ehe er sich versieht, sitzt er nach 6 Jahren Abwesenheit wieder bei Muttern auf St. Pauli am Mittagstisch – es gibt Hähnchen, sein Lieblingsessen. Doch die Vergangenheit holt Harry ein, er hat mit dem Kiez noch mehrere Rechnungen offen. Da als Einzelkämpfer seine Chancen gleich Null sind, ruft er seine alten Weggefährten Chucker und Khan auf den Plan, um sich gemeinsam durch den Kiezdschungel zu schlagen. Doch die Konkurrenz schläft nicht und die Kunde von Harry´s Rückkehr beschäftigt alte Rivalen und neue Feinde. Es entspinnt sich ein Spiel aus Betrug, Verfolgung, Rache und es stellt sich die Frage: wer hat das beste Pokerblatt und gibt es überhaupt Sieger in diesem Spiel?
Premiere mit Gästen
20. März 2010 – Kulturhaus 73
17.00 Uhr Pecha Kucha Kulturpolitik fällt leider aus!!!
20.00 Uhr Shortluck – die schnelle Glückscompetition
In der schnellen Glückscompetition präsentieren wagemutige Künstler alles, was sich in 15 min. auf der Bühne darstellen lässt. Das Publikum drückt seine Begeisterung nicht nur durch Jubelschreie, sondern in harter Währung aus. Am Ausgang stellen wir für alle Teilnehmer eine Spendendose auf, wer am Ende das meiste Geld im Becherchen hat gewinnt. Der Sieger des Abends nimmt nicht nur die Moneten mit nach Hause: Am Abschlussabend zeigen wir die Gewinnerperformance noch einmal. Durch den Abend führt unser Hausmeister Carl-Uwe Früh (Benjamin Soyka).
Mit: Mariola Brillowska, Anna-Maria Schlemmer, Markus Wegner, Peter Witt, Christel Bouchon, Ulrike Tuch & das Duo "Realitäten-Revue", Natascha Moschini, Antje Prust, Wolfgang Erkwoh, Frauke Aulbert u.a.
20. März 2010 – monsun-theater
20.00 Uhr Royston Maldoom: Tanz um Dein Leben. Meine Arbeit, meine Geschichte" - Buchvorstellung und Vortrag
Royston Maldoom wurde einem breiten Publikum durch den Dokumentarfilm ›Rhythm Is It!‹ bekannt. Wie sehr die Kunst das Leben positiv verändern kann, hat er selbst erfahren. Sein Buch zeigt seinen ungewöhnlichen Lebensweg vom jugendlichen Außenseiter im ländlichen Wales zum international gefragten Tänzer und Choreographen. In Hamburg realisierte Royston Maldoom die meisten seiner Projekte in Deutschland.