Eine Gruppe von Männern trifft sich im Wald. Sie alle heißen Dieter und können Klang, Form und Geschichte ihres Namens nicht ertragen. „Dieter!“ ruft es in den Wald hinein. Leonce lebt in Popo. So heißt das Königsreich seines Vaters. Er ruft in dieses Reich hinein, aber es klingt nur sein eigener Name im Echo. Als er eine Unbekannte aus Pipi heiraten soll, verschwindet er nach Italien. Auf dem Weg trifft er Lena. Sie lernen sich kennen, sie hören einander sprechen, sie verlieben sich, sie rufen einander beim Namen.
cobratheater.cobra improvisiert den Büchner-Stoff, folgt dem eigenen Begehren und stellt die eigenen Namen neben die von Leonce und Lena – mit der Königskinderfreiheit, alles zu machen, was sie wollen.
Die cobra wurde 2008 in Hildesheim gegründet. Sie ist mehr als ein Netzwerk, nicht weniger als ein Label und verneint sich in ihrer Bejahung. Sie scheint paradox, ist aber ähnlich wie der Springerverlag, nur besser. Sie ist kritisch mit sich selbst und offen für Neue und Neues. Sie wächst mit dem Motto: die Differenz bewahren!